Cookie-Banner richtig einrichten (ohne Abmahnung)

Kaum ein Thema sorgt bei Website-Betreiber:innen für so viel Unsicherheit wie Cookie-Banner. Seit der DSGVO und den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs gilt: Cookies dürfen erst gesetzt werden, wenn Besucher:innen zugestimmt haben. In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Cookie-Banner korrekt einrichtest – und Abmahnungen vermeidest.

Warum ein Cookie-Banner nötig ist

Viele Websites setzen Cookies für Analyse, Marketing oder Komfortfunktionen ein. Das Problem: Diese Cookies speichern personenbezogene Daten wie IP-Adressen oder Nutzungsverhalten. Laut DSGVO darf das aber nur mit ausdrücklicher Zustimmung geschehen.

Technisch notwendige Cookies – also jene, die für den Betrieb deiner Website erforderlich sind (z. B. Warenkorb im Online-Shop) – dürfen auch ohne Zustimmung gesetzt werden. Alles andere braucht ein Opt-in.

Was ein DSGVO-konformes Cookie-Banner können muss

Damit dein Banner rechtssicher ist, sollte es folgende Anforderungen erfüllen:

  • Es muss vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies erscheinen.
  • Es braucht echte Auswahlmöglichkeiten: „Alle akzeptieren“ und „Alle ablehnen“.
  • Besucher:innen müssen ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können.
  • Jede Zustimmung oder Ablehnung muss protokolliert werden.
  • Das Banner darf nicht durch Tricks (z. B. farblich hervorgehobene Buttons) manipulieren.

Die besten Cookie-Banner-Tools

1. Cookiebot

Cookiebot ist eines der bekanntesten Tools für rechtssichere Cookie-Verwaltung. Es scannt deine Website automatisch, erkennt gesetzte Cookies und generiert ein Banner, das alle Anforderungen erfüllt. Ideal für Unternehmen mit mehreren Domains.

2. Complianz

Complianz ist ein WordPress-Plugin, das Cookie-Banner, Einwilligungsmanagement und Datenschutztexte kombiniert. Du kannst länderspezifische Einstellungen (z. B. EU/US) wählen und das Design an dein Branding anpassen. Besonders praktisch: Automatische Integration mit Google Tag Manager und Analytics.

3. Borlabs Cookie

Borlabs Cookie ist ein deutsches Premium-Plugin mit vielen Anpassungsmöglichkeiten. Du kannst Einwilligungen individuell steuern und bekommst detaillierte Statistiken über Akzeptanzraten. Perfekt für professionelle Websites und Online-Shops.

Typische Fehler beim Cookie-Banner

  • Cookies werden bereits geladen, bevor eine Zustimmung erfolgt.
  • Nur „Alle akzeptieren“-Button vorhanden, kein „Ablehnen“.
  • Versteckter oder grauer „Ablehnen“-Button (Dark Patterns).
  • Banner verschwindet nicht nach Auswahl.
  • Keine Möglichkeit, die Entscheidung später zu ändern.

Wie du dein Banner testest

Nutze kostenlose Tools wie CookieServe, um zu prüfen, ob deine Website Cookies korrekt handhabt. Teste auch, ob sich das Banner in allen Browsern und auf Mobilgeräten richtig verhält.

Best Practice: So geht’s richtig

Ein gutes Cookie-Banner ist schlicht, verständlich und ehrlich. Es informiert klar über den Zweck der Cookies und gibt Besucher:innen die Kontrolle. Am besten ist es, wenn du nur wirklich notwendige Cookies setzt – so wird deine Website schneller und sicherer.

Ein korrektes Cookie-Banner ist kein notwendiges Übel, sondern Teil eines vertrauensvollen Online-Auftritts. Wenn du deine Besucher:innen fair behandelst und Transparenz zeigst, hast du nicht nur rechtlich Ruhe – sondern auch mehr Glaubwürdigkeit.

Mach jetzt deinen Website-Check!

Willst du wissen, wie gut deine Website wirklich optimiert ist? Schick mir einfach deine Domain – wir analysieren sie und zeigen dir deine größten Chancen.

👉 Jetzt Website-Check anfordern